AQAI GmbH Aktuelles
November 2011: Zertifikat "Spezielle Kinderanästhesie"
Ab sofort bieten wir in Zusammenarbeit mit der Kinderklinik der Universitätsmedizin Mainz und der Klinik für Anästhesiologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Kinder-Notfallkurse zur Erlangung des Zertifikates „Spezielle Kinderanästhesie“ an.
Gemäß den Vorgaben des Arbeitskreises Kinderanästhesie werden Kinder- und Säuglingsnotfälle sowie Inhalte der Kinder ERC-Guidelines vermittelt. Nach erfolgter Prüfung wird ein Zertifikat ausgestellt, der Kurs ist durch die Landesärztekammer akkreditiert und findet jeweils von 9.00 - 17.00 Uhr im Simulationszentrum Mainz, Wernher-von-Braun-Str. 9 statt.
Simulation fördert Theorie-Praxis-Transfer in der Pflegeausbildung
AQAI Simulationszentrum präsentiert Einsatzmöglichkeiten und Ergebnisse beim Kongress "Lernwelten"
(lifepr) Mainz, 30.08.2011, Unter dem Motto "Bildungsabschlüsse - Bildungsanschlüsse - Bildungsmanagement" findet vom 1. bis 3. September 2011 in Bochum der größte deutschsprachige wissenschaftliche Kongress für Pflege- und Gesundheitspädagogik statt. Das AQAI Simulationszentrum Mainz präsentiert dort Möglichkeiten, in den - in Deutschland neu angebotenen - Pflegestudiengängen mit Hilfe von Simulation den dringend geforderten Theorie-Praxis-Transfer zu schaffen.
Seit Jahrzehnten ist die Ausbildung der Pflege in Großbritannien, der Schweiz und weiteren Ländern die Angelegenheit von Universitäten. Auch in Deutschland hat eine Professionalisierung des Bereichs durch Akademisierung begonnen; zahlreiche Fachhochschulen bieten inzwischen weiterführende Studiengänge an. Ein neuer Weg ist die Ausgliederung der Basispflegeausbildung aus den traditionellen Krankenpflegeschulen an Universitäten; eine Schwierigkeit bildet bei einem sehr hohen Theorie-Anteil der Transfer in die Praxis. In England und den USA löst man dies beispielsweise u. a. durch den Einsatz der Simulation im Unterricht.
Zu den Einsatzmöglichkeiten der Simulation zählt dabei das "Skills-Training" von Arbeitsabläufen wie dem Legen intravenöser Zugänge. "Ein praxisnahes, interaktives Arbeiten mit den Auszubildenden bzw. Studenten erlaubt hingegen ein 'Full-Scale-Patientensimulator'", erläutert Prof. Dr. med. Wolfgang Heinrichs, Anästhesist und Leiter des AQAI Simulationszentrums. "Mit diesem lebensgroßen, mit pharmakologisch-physiologischen Modellen gesteuerten Mannequin lassen sich sowohl die Grundlagen pflegerischen Handelns, schwierige Arbeitsabläufe als auch Kommunikation und Teamarbeit trainieren."
Konzepte entwickelten hierzu Universitäten in den USA und in England in Zusammenarbeit mit der Industrie. Ziel dieser Curricula ist es, dass zu jedem geeigneten Studienabschnitt ein Simulationsworkshop stattfindet. Beispiele sind das "Program for Nursing Curriculum Integration (PNCI(TM) )" der Firma Meti® oder die "Simulation in Nursing Education Scenarios (NLN)" der Firma Laerdal®; Ziel ist eine verbesserte Handlungs- und Sozialkompetenz. Die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen im Team wird unterstützt durch eine videoassistierte Analyse und standardisierte Beobachtungsbögen.
In einem Projekt mit der Krankenpflegeschule der Universitätsmedizin Mainz stellte sich das Forscherteam des AQAI Simulationszentrums die Frage, ob Fälle des PNCI© auf den deutschen Bedarf übertragen werden können. In einer Unterrichtseinheit über Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme nach dem Lehrplan von Rheinland-Pfalz bearbeitete die Gruppe mit Krankenpflegeschülern im 2. Jahr einzelne Fälle aus diesem Themengebiet am Simulator; es gelang, in der Theorie erlerntes Wissen in die Praxis umzusetzen und zu festigen.
"Die Simulation bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Krankenpflegeausbildung und lässt sich gut in bestehende Konzepte der Krankenpflegeschulen oder Universitäten einbinden", resümiert Prof. Dr. Heinrichs. "Existierende Curricula sind hierzu entsprechend zu erweitern und anzupassen. Bereits jetzt können wir zeigen, dass sich mit diesen Simulatorkursen ein außerordentlich positives Feedback erzielen lässt."
Über den Kongress "Lernwelten"
"Lernwelten" ist der größte deutschsprachige wissenschaftliche Kongress für Pflege- und Gesundheitspädagogik. Veranstaltungsort der elften Ausgabe ist in diesem Jahr die Hochschule für Gesundheit in Bochum. Mit zahlreichen kooperierenden Institutionen (Hochschulen, Verbänden, Forschungsverbünden) verfügt dieser Kongress über eine breite wissenschaftliche Akzeptanz und ein hohes Renommee. "Die Handlungsfelder des Gesundheits- und Sozialwesens verändern sich schnell und erfordern vielfältige neue Kompetenz- und Berufsprofile", so die Veranstalter. Diese Entwicklung bringt langfristige Herausforderungen in unterschiedlichen Bereichen mit sich; auf ihnen liegt vom 1. bis 3. September in Bochum das Hauptaugenmerk. www.lernwelten.info
SESAM 2011: Simulation in der Medizin: jetzt auch für die komplexe menschliche Lunge
AQAI präsentiert Weltneuheit auf dem SESAM-Kongress
Im spanischen Granada kam Anfang Juni die internationale Community der Simulation für Fortbildungszwecke in der Medizin zusammen. Die 17. Jahrestagung der Society in Europe for Simulation Applied to Medicine (SESAM) bot ein attraktives Programm mit vier Keynotes, drei Roundtables und einer großen Anzahl an Themensessions, Workshops und Poster-Präsentationen. Im Rahmen dieser hochkarätigen Veranstaltung zeigte das AQAI Simulationszentrum Mainz eine Weltneuheit.
TestChest™, entwickelt in der Schweiz und in Mainz, hergestellt in der Schweiz, ist ein Simulator, der die äußerst komplexe Funktionsweise der menschlichen Lunge und Herz-Lunge-Interaktionen nachbildet. Er eignet sich für die Verwendung in sämtlichen Zusammenhängen, in denen akute wie chronische respiratorische Indikationen Elemente der medizinischen Aus- und Fortbildung sind.
Der realitätsnahe Patientensimulator lässt sich für Erkrankungen wie ALI (akute Lungenschädigung), ARDS (Atemnotsyndrom) und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) etc. programmieren; er stellt eine Komplettlösung dar und unterstützt in optimal das hoch intensive Lernen. Spontanatmung und CO2-Produktion sind Bestandteil von TestChest™; der Simulator reagiert realistisch auf therapeutische Interventionen wie Druckunterstützung, PEEP, CPAP, FiO2 und sogar Recruitment-Manöver. Das optionale Hämodynamik-Modul meldet die Sauerstoffsättigung, die Herzfrequenz und den intravasalen Druck.
Das Software-Paket AQAI SIS liefert unter anderem – auf Basis komplexer mathematischer Algorithmen – die vollumfängliche Darstellung der Patientenreaktion auf mechanische Beatmung, vorkonfigurierte Szenarien und Lernwerkzeuge sowie eine intuitive Bedieneroberfläche und bietet Kombinationsmöglichkeiten mit bestehenden Simulatoren. Die simulierten Patientenfälle lassen sich unbegrenzt erweitern.
TestChest™ erlaubt die Nachbildung realistischer therapeutischer Situationen in Echtzeit und ermöglicht medizinische Aus- und Fortbildung ohne Risiko für Patienten. Moderne didaktische Ansätze wie problembasiertes und lerneraktiviertes Lernen sind realisierbar. Die Lösung ist weltweit einzigartig und ersetzt die bislang genutzten aufwändigen und schwierig reproduzierbaren Tiermodelle. Der Einsatz ist auch zum Testen von Beatmungs-, CPAP- und Anästhesiegeräten jeder Art möglich. – Der Lungensimulator ist ab sofort lieferbar.
Juni 2011: unsere neuen Flyer sind online
Ebenfalls in einer neuen Auflage ist unser Gasto-Flyer erschienen.
Sie finden diese drei neuen Flyer in unserem Download-Bereich.
März 2011: Medizinisches Wissen für Versicherer durch Simulation
Seminar des AQAI Simulationszentrums hilft, Schadensfälle richtig einzuschätzen und Folgekosten zu minimieren
Mainz, 8.3.2011: Die AQAI Simulationszentrum GmbH mit Sitz in Mainz hat den Auftrag erhalten, für die Schadenabteilung Heilwesen Haftpflicht der HDI Gerling Versicherung in Köln ein Seminar durchzuführen. Ziel der Weiterbildung auf Grundlage von Patientensimulatoren ist es, den Sachbearbeitern für die Personenschadensabwicklung – großenteils Volljuristen – das nötige Wissen an die Hand zu geben, um Fälle mit dem geringst möglichen Aufwand abzuwickeln.
Das wirklichkeitsnahe Training an den Simulatoren, bei dem die Sachbearbeiter auch selbst „Hand anlegen“; soll ein besseres Verständnis für die ärztliche Tätigkeit schaffen. Das Seminar behandelt vorrangig Falltypen, die von niedergelassenen Anästhesisten gemeldet werden. Dabei ermöglicht ein mobiler Patientensimulator beispielsweise die Demonstration von Narkoseeinleitungen und verschiedene Möglichkeiten der Luftwegsicherung (z. B. verschiedene Tubentypen, Larynxmaske und spezielle Video-gestützte Intubationshilfen); ein Vortrag zur Frage „Warum Simulatortraining auch bei den Ärzten wichtig ist“ beschreibt, welche Vorteile eine simulationsgestützte Fortbildung der Ärztezielgruppe bringt.
„Simulatortraining erlaubt das Üben des Umgangs mit kritischen Situationen, ohne dass Patienten real gefährdet werden – somit lassen sich Risiken minimieren“, erläutert Prof. Dr. med. Wolfgang Heinrichs, Anästhesist und Leiter des AQAI Simulationszentrums. Medizinische Fehler beruhen zu ca. 60 % auf dem Faktor Mensch; medizinisch-fachliche, Kommunikations- und Interaktionsprobleme im Team lassen sich in Simulationsszenarien erkennen und behandeln.
„Mit solchen Seminaren fördern wir das Verständnis für alltägliche Herausforderungen in der Medizin, die in Einzelfällen auch zur Schädigung des Patienten führen können … denn die Statistik holt jeden Arzt einmal ein“, so Jörg Brehmer, Versicherungsfachwirt und Geschäftsführer der MedicoRisk GbR.
Die Trainer von AQAI vermitteln in dem Seminar für die Versicherungsexperten ferner Handlungsrichtlinien, die den Folgeaufwand – insbesondere Anwalts-, Gutachter- und Gerichtskosten – verringern helfen. So wehrt beispielsweise im Falle von Zahnschäden eine vollständige Aufklärung des Patienten durch den Arzt Schaden ab. Hat ein Aufklärungsfehler stattgefunden, ist eine Zahlung verpflichtend.
17.10.2010 DGAI Kerndatensatz 3 Erfassungsprogramm Version 1.0 zum Download bereit
AQAI möchte mit diesem Programm die Erfassung der Qualitätsdatensätze nach DGAI Standard voranbringen und vor allem kleinen Abteilungen ein Tool hierzu zur Verfügung stellen. Das Programm ist kostenlos und darf frei weiter verteilt werden. Mit dem Programm können die Datensätze elegant und einfach bearbeitet werden. Es wurde die gesamte Plausibilität des Kerndatensatzes in das Programm integriert, so dass abgeschlossene Datensätze zu 100 % syntaktisch und logisch richtig sind. Bedarfsweise exportiert das Programm die Daten in das DGAI Kerndatensatzformat 3.0. Das ebenfalls von AQAI kostenlos zur Verfügung gestellte DGAI Checkprogramm kann die Daten bedarfsweise überprüfen.
AQAI bietet Jahresauswertungen der Datensätze zum derzeitigen Preis von 200 € zzgl. MwSt. an.
